28 June 2026, 18:31

Zoll beschlagnahmt 70.000 Euro von niederländischen Reisenden ohne Bargeld-Deklaration

Zoll in Düsseldorf: 70.000 Euro bei Arbeitslosen sichergestellt / Geld sollte nach Irak gebracht werden

Zoll beschlagnahmt 70.000 Euro von niederländischen Reisenden ohne Bargeld-Deklaration

Deutsche Zollbehörden haben zwei niederländischen Männern 70.000 Euro abgenommen, nachdem diese die Bargeldsumme bei einer Reise von Deutschland in den Irak nicht deklariert hatten. Der Vorfall ereignete sich am 21. April 2025 und führte zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Betroffenen.

Zwei arbeitslose niederländische Staatsbürger im Alter von 35 und 36 Jahren waren von der Bundespolizei kontrolliert worden, als sie gemeinsam mit drei weiteren Erwachsenen und einem Kind unterwegs waren. Der 35-Jährige trug 20.000 Euro in einer Umhängetasche bei sich, während der 36-Jährige 50.000 Euro in einer ähnlichen Tasche mitführte. Insgesamt handelte es sich um 70.000 Euro, die sie den Zollbeamten nicht angezeigt hatten.

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Nach deutschem Recht müssen Reisende, die mit Bargeld oder gleichwertigen Zahlungsmitteln im Wert von 10.000 Euro oder mehr ein- oder ausreisen, den Betrag beim zuständigen Zollamt deklarieren. Zwar gibt es keine Obergrenze für die mitgeführte Bargeldmenge, doch die unterlassene Deklaration stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Zollbehörden beschlagnahmten die gesamten 70.000 Euro und leiteten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Männer ein, da sie ihrer Meldepflicht nicht nachgekommen waren. Die Regelung dient der Verhinderung illegaler grenzüberschreitender Bargeldbewegungen sowie der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderen Straftaten.

Das beschlagnahmte Bargeld verbleibt vorerst im Besitz der Zollbehörden. Den Männern drohen nun mögliche Sanktionen wegen der unterlassenen Deklaration. Für weitere Auskünfte steht Michael Walk, Pressesprecher des Hauptzollamts Düsseldorf, zur Verfügung.

Quelle