Zoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Mirja VollbrechtZoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg auf der A2
Zollbeamte stoppten auf der Autobahn A2 bei Bönen in Deutschland einen kleinen Transporter mit Anhänger, der eine ungewöhnliche Ladung transportierte: ein kettengetriebenes M29C-Weasel-Fahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Der 38-jährige Fahrer war auf dem Weg von Norwegen nach Frankreich, um das Fahrzeug dort zu verkaufen.
Der Mann verfügte zwar über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, jedoch fehlten die notwendigen Zollpapiere für die Einfuhr in die EU. Die Beamten vermuteten Steuerhinterziehung und leiteten ein Strafverfahren ein. Der Wert des ungepanzerten, amphibischen Kettenfahrzeugs M29C Weasel wurde auf 12.500 norwegische Kronen geschätzt.
Um seine Reise fortsetzen zu können, hinterlegte der Fahrer eine Sicherheitsleistung von 700 Euro für mögliche Einfuhrabgaben und Strafen. Grundsätzlich können Waren aus Nicht-EU-Ländern bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei in die EU eingeführt werden. Für Reisende auf dem Luft- oder Seeweg gilt ein Freibetrag von 430 Euro, für Personen unter 15 Jahren von 175 Euro.
Der Fall wird nun wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung untersucht. Der Fahrer durfte nach Hinterlegung der finanziellen Sicherheit seine Fahrt fortsetzen. Die zollrechtlichen Freigrenzen deckten den Wert des Fahrzeugs nicht ab.
