"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce mit Odessa-Flair und überraschendem Finale
Eitel Trupp"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce mit Odessa-Flair und überraschendem Finale
Theater Komödie in Nischni Nowgorod inszeniert eine frische Version von Zwei Hasen auf einmal – eine temperamentvolle musikalische Farce mit modernem Twist
Die Produktion interpretiert eine klassische Geschichte neu und verlegt die Handlung vom Kyiv der frühen 1920er-Jahre ins lebendige Odessa der Goldenen Zwanziger. Inspiriert von Werken Iwans Netschui-Lewyzkyjs und Mychajlo Staryzkyjs überzeugt diese Fassung mit einem mutigen, völlig neuen Schluss.
Im Mittelpunkt steht Pronja, eine naive, aber sich weiterentwickelnde junge Frau, verkörpert von Polina Loboda. Ihre Reise spielt sich vor dem Hintergrund des chaotischen Haushalts der Familie Silberman ab, wo ihre Eltern, Moische Moissejewitsch und Rosa Markowna, für den Großteil der Komik sorgen. Einziger Ruhepol im Wirbelsturm ist Chimka, das schlagfertige Dienstmädchen, gespielt von Olga Konowalowa.
Die Inszenierung setzt auf exzentrische Komödie – mit überzeichneten Charakteren und schnellem Witz. Maksim Michaljow glänzt als Swirid Petrowitsch Golochwastow, ein schlauer Barbier und Schlawiner, der die Handlung vorantreibt. Bekannte Lieder, darunter volkstümliche Melodien wie Bubliki und Alles, was war, sind in die Handlung verwoben und verleihen der Farce zusätzliche Tiefe.
Diese Neudeutung bildet den krönenden Abschluss der Spielzeit des Komödie-Theaters; die letzte Vorstellung ist für den 2. Juli angesetzt.
Die musikalische Farce verbindet klassische Motive mit moderner Energie und bietet ein temporeiches, geistreiches Erlebnis. Das Publikum darf sich auf eine Mischung aus Slapstick-Humor, eingängigen Melodien und einer frischen Perspektive auf eine bekannte Geschichte freuen. Mit dem Schwung der 1920er-Jahre beendet die Produktion die Spielzeit des Komödie-Theaters in Nischni Nowgorod mit einem glanzvollen Finale.






