30 April 2026, 00:53

Bergisch Gladbach schreibt 2024 erstmals tiefrote Zahlen – 44 Millionen Euro Verlust

Graphik zeigt die Stromkrise in Texas 2021 mit farbcodierten Stromstufen und begleitendem erklärendem Text.

Bergisch Gladbach schreibt 2024 erstmals tiefrote Zahlen – 44 Millionen Euro Verlust

Bergisch Gladbach verzeichnet erstmals ein deutlich negatives Jahresergebnis: Für 2024 wird vorläufig ein Verlust von 44 Millionen Euro ausgewiesen. Zwar fällt dieser um 20 Millionen Euro geringer aus als zunächst prognostiziert, doch die Stadt steht in den kommenden Jahren vor anhaltenden finanziellen Herausforderungen.

Der Haushaltsplan 2024 hatte ursprünglich ein Defizit von 63,3 Millionen Euro vorgesehen. Höhere als erwartete Gewerbesteuereinnahmen und geringere Zinslasten milderten die Fehlbeträge jedoch ab. Trotz dieser Entlastung schloss die Stadt das Jahr mit einem erheblichen Minus ab.

Für 2025 wird nun ein Fehlbetrag von 54 Millionen Euro erwartet – eine Anpassung der früheren Schätzung von minus 60,4 Millionen Euro. Zudem rechnet die Stadt mit zusätzlichen Belastungen von rund 2 Millionen Euro im Jahr 2025 und 3,7 Millionen Euro 2026, bedingt durch steigende Personal- und Sachkosten. Die Verwaltung plant, im Dezember einen Haushaltsentwurf für 2026 vorzulegen, um die Notwendigkeit eines zwingenden Haushaltssicherungskonzepts abzuwenden.

Der Städte- und Gemeindebund NRW fordert das Land auf, mindestens 78 Prozent der Bundesmittel an die Kommunen weiterzugeben. Gleichzeitig muss sich die Stadtverwaltung nun auf langfristige Anpassungen konzentrieren, um den Investitionsstau abzubauen und ab 2026 eine stabile Finanzlage zu gewährleisten.

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Die Aussichten für Bergisch Gladbach bleiben schwierig: Positive Jahresergebnisse sind in naher Zukunft nicht in Sicht. Die anhaltenden Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Zahlen belasten die städtischen Finanzen weiterhin. Bürgermeister und Verwaltung stehen vor der Aufgabe, Reformen umzusetzen, um die langfristige finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern.

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