31 March 2026, 10:35

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Alte Karte von Detroit, Michigan, mit hervorgehobener nördlicher Indiana State Prison auf Papier gedruckt.

Bielefelds neues Jugendjustizzentrum setzt auf Prävention statt Strafe

In Bielefeld hat ein neues Jugendjustizzentrum seine Türen geöffnet – es ist bereits die achte Einrichtung dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Direkt in der Nähe des Hauptbahnhofs gelegen, vereint sie Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendhilfe unter einem Dach. Ziel des Zentrums ist es, junge Straftäter zu unterstützen, ihnen gleichzeitig aber auch die rechtlichen Grenzen und Konsequenzen ihres Handelns vor Augen zu führen.

Das erste Jugendjustizzentrum der Region war 2009 in Köln entstanden, 2012 folgte eines in Paderborn, das seither jährlich rund 50 junge Menschen begleitet. Diese Einrichtungen setzen auf eine intensive, individuell zugeschnittene Betreuung von auffälligen Jugendlichen.

Das Bielefelder Zentrum soll die Zusammenarbeit zwischen Behörden bündeln, um Jugendkriminalität wirksamer zu bekämpfen. Polizei, Staatsanwälte und Sozialarbeiter arbeiten hier Hand in Hand – ein Modell, das sich inzwischen als bewährter Ansatz in der Jugenddelinquenz-Prävention etabliert hat. Ein neuntes Zentrum ist zudem in Duisburg geplant.

Trotz der langjährigen Erfahrung mit dem Programm gibt es jedoch keine offiziellen Zahlen zu dessen Erfolg bei der Rückfallvermeidung. Auch die Gesamtzahl der bisher in allen nordrhein-westfälischen Zentren betreuten Jugendlichen wird nicht erfasst.

Die neue Einrichtung stärkt das Netzwerk der Jugendjustizzentren im Land. Durch die zentrale Lage am Bielefelder Hauptbahnhof ist sie für Behörden wie für junge Straftäter leicht erreichbar. Im Mittelpunkt stehen weiterhin frühzeitige Interventionen und maßgeschneiderte Hilfsangebote, um weitere Straftaten zu verhindern.

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