25 April 2026, 02:30

Bochumer Forscher revolutionieren Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstofftyp von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bochumer Forscher revolutionieren Wasserstoffproduktion mit Kreislaufwirtschaft

Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum will Wasserstoffproduktion nachhaltiger gestalten

Ein neues Forschungsvorhaben unter der Leitung der Ruhr-Universität Bochum zielt darauf ab, die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher zu machen. Die Initiative mit dem Namen CircuPEM konzentriert sich darauf, die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) zu verringern. Zu den Partnern gehören das Heinz-Nixdorf-Institut, das Fraunhofer-Institut UMSICHT sowie mehrere führende Industrieunternehmen.

CircuPEM ist Teil des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, der vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens und der Europäischen Union gefördert wird. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fließen rund 2,9 Millionen Euro in das auf drei Jahre angelegte Projekt.

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Ziel des Vorhabens ist es, PEM-Elektrolyseure in eine Kreislaufwirtschaft zu integrieren. Dieser Ansatz verlängert die Nutzungsdauer von Materialien, reduziert Abfall und senkt den Ressourcenverbrauch. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Heinz-Nixdorf-Institut, weist darauf hin, dass PEM-Elektrolyseure derzeit auf teure und knappe Rohstoffe angewiesen sind.

Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Anschließend entwickelt und testet es neue Geschäftsmodellansätze. Abschließend erarbeitet es praktische Handlungsempfehlungen für die Industrie. Zu den wichtigsten Partnern zählen Direct Matter GmbH und Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG.

Die Ergebnisse des Projekts könnten dazu beitragen, die Kosten und Umweltbelastung der Wasserstoffproduktion zu senken. Durch eine effizientere Wiederverwendung von Materialien könnte CircuPEM neue Nachhaltigkeitsstandards in der Branche setzen. In den kommenden drei Jahren werden die Erkenntnisse mit Industrievertretern geteilt.

Quelle