08 April 2026, 08:52

DHL mit gemischten Quartalszahlen: Paketboom trifft auf Stellenabbau und höhere Portokosten

Alte Postkarte mit einem 1902-Datumsstempel, die den Text "Industrie & Gewerbe Ausstellung" und die Nummer "1000" zeigt.

Höhere Porto-Gebühren lassen die Kassen bei der Post klingeln - DHL mit gemischten Quartalszahlen: Paketboom trifft auf Stellenabbau und höhere Portokosten

DHL hat für das dritte Quartal 2025 gemischte Finanzzahlen vorgelegt. Während die globalen Umsätze um 3,8 Prozent sanken, verzeichnete das Unternehmen ein kräftiges Wachstum bei Paketzustellungen und operativen Gewinnen. Gleichzeitig prägten Stellenabbau und steigende Porto-Preise die Berichtsperiode, während sich das Unternehmen auf die bevorstehende Weihnachtshochsaison vorbereitet.

Der weltweite Umsatz des Konzerns belief sich im dritten Quartal 2025 auf 16,3 Milliarden Euro – ein Rückgang um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch stieg der operative Gewinn (EBIT) um 7,6 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro.

In Deutschland entwickelte sich insbesondere die Sparte Post & Paket positiv: Hier kletterte der Umsatz um 4,7 Prozent auf etwa 4,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis der Division legte sogar um über 25 Prozent zu und erreichte 218 Millionen Euro. Die Paketzustellungen im Inland stiegen im Vergleich zum dritten Quartal 2024 um 6 Prozent.

Gleichzeitig sah sich das Unternehmen jedoch mit Herausforderungen konfrontiert. Allein in Deutschland wurden in den ersten neun Monaten 2025 rund 8.000 Stellen abgebaut. Die Briefvolumina gehen weiterhin zurück, da digitale Kommunikation sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor zunimmt. Der Preis für einen Standardbrief erhöhte sich 2025 auf 95 Cent – nach 85 Cent im Vorjahr. Die aktuellen Portokosten bleiben nun bis Ende 2026 stabil.

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Trotz der gemischten Entwicklung blickt DHL optimistisch auf die anstehende Hochphase. Das Unternehmen betont, voll auf den vorweihnachtlichen Ansturm vorbereitet zu sein, der traditionell mit einem deutlichen Anstieg der Paketmengen einhergeht.

Die jüngsten Zahlen zeigen ein Unternehmen im Wandel: Während Paketvolumina und Gewinne steigen, gehen Briefsendungen und Beschäftigtenzahlen zurück. Mit festgeschriebenen Porto-Preisen bis Ende 2026 rückt nun die Bewältigung des erwarteten Versandbooms zum Jahresende in den Fokus.

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