E.ON und Wessels Logistik starten innovativen Ladehub für Elektro-Lkw mit Solarstrom
Abdul FechnerE.ON und Wessels Logistik starten innovativen Ladehub für Elektro-Lkw mit Solarstrom
E.ON hat an der Niederlassung von Wessels Logistik einen neuen Ladehub für Elektro-Lkw eingerichtet. Der Standort verfügt über acht Hochleistungs-Ladestationen, von denen vier öffentlich zugänglich sind. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Initiative zur Dekarbonisierung des Güterverkehrs in der Region.
Wessels Logistik setzt derzeit sechs Elektro-Lkw ein und plant, die Flotte bis Ende des Jahres um drei weitere Fahrzeuge zu erweitern. Um dies zu unterstützen, hat E.ON vor Ort ein ganzheitliches Energiesystem aufgebaut. Dazu gehört eine Solaranlage mit 521 Kilowatt Peak (kWp), die jährlich über 450.000 Kilowattstunden Ökostrom erzeugen soll – genug, um etwa 375.000 Kilometer elektrischen Schwerlastverkehr pro Jahr zu ermöglichen.
Ein Batteriespeicher mit 1,3 Megawattstunden (MWh) Kapazität speichert überschüssige Solarenergie und sorgt so für eine stabile Stromversorgung der Ladestationen. Das System ermöglicht es dem Unternehmen, den Energiebedarf effizient zu steuern. E.ON bezeichnet das Projekt als ein 360-Grad-Konzept, das Infrastruktur, erneuerbare Energieerzeugung und Speicherung in einem intelligenten Gesamtsystem vereint.
André Wessels, Geschäftsführer von Wessels Logistik, betonte die praktischen Vorteile für die Fahrer und die regionale Wirkung. Durch die öffentliche Zugänglichkeit von vier Ladestationen will das Unternehmen den Güterverkehr in der Region zukunftsfähig machen. Christoph Ebert, Geschäftsführer von E.ON Drive Deutschland, nannte die schlüsselfertige Lösung einen wichtigen Schritt für Transportunternehmen auf dem Weg zu emissionsfreien Betriebsabläufen. Die Finanzierung der Flotten-Elektrifizierung erfolgte unter anderem über Programme wie „Klimafreundliche Nutzfahrzeuge und Infrastruktur“ sowie „Progress NRW“.
Die neue Infrastruktur unterstützt nicht nur die wachsende E-Flotte von Wessels Logistik, sondern bietet auch anderen Betreibern öffentlichen Zugang zu den Ladestationen. Das kombinierte System aus Solarenergie, Speicher und Ladeinfrastruktur zeigt, wie der Güterverkehr durch integrierte Energielösungen seinen CO₂-Fußabdruck verringern kann.






