Europäische Razzia gegen Menschenhandel: 56 Kontrollen, eine Festnahme und 17 Ermittlungen
Mirja VollbrechtEuropäische Razzia gegen Menschenhandel: 56 Kontrollen, eine Festnahme und 17 Ermittlungen
Zoll und Polizei führen in Europa gemeinsame Kontrollen gegen Menschenhandel und illegale Beschäftigung durch
Im September führten Zoll- und Polizeibehörden in ganz Europa gemeinsame Kontrollen durch, um gegen Menschenhandel und illegale Beschäftigung vorzugehen. Das Hauptzollamt Aachen beteiligte sich an der Aktion.
Die Überprüfungen umfassten 13 Gastronomiebetriebe in Aachen, Euskirchen und Heinsberg. Insgesamt wurden 56 Personen kontrolliert, davon wurden 20 genauestens identitätsgeprüft. Während der Operation wurde eine gesuchte Person festgenommen und der Polizei übergeben.
In Euskirchen leiteten die Behörden drei Strafverfahren ein – wegen illegalen Aufenthalts und Beihilfe zur illegalen Einreise. Europaweit initiierten Zollbeamte 17 Ermittlungsverfahren, darunter sechs Fälle von illegalem Aufenthalt, vier wegen Beihilfe zur illegalen Einreise und fünf wegen Verstößen gegen den Mindestlohn. Drei weitere Untersuchungen betrafen Lohnbetrug, zwei die Nichterfassung von Arbeitszeiten.
Elke Willsch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Aachen, bestätigte die Ergebnisse. Die Aktion war Teil der europäischen Kontrolltage, die darauf abzielen, grenzüberschreitende kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die Arbeiter ausbeuten.
Die Kontrollen führten zu mehreren Ermittlungen und Festnahmen. Die Behörden werden nun die Fälle von illegaler Beschäftigung, Lohnverstößen und Aufenthaltsdelikten weiterverfolgen. Die Operation unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Arbeitsausbeutung durch abgestimmte internationale Maßnahmen zu bekämpfen.






