29 March 2026, 20:35

Fachkräftemangel in medizinischen Assistenzberufen sinkt um 88 Prozent – doch die Krise bleibt

Eine Gruppe von Männern geht einen Krankenhausflur entlang mit Deckenbeleuchtung, einer Tür an der rechten Wand und Texttafeln an der linken Wand, die besorgt aussehen.

Fachkräftemangel in medizinischen Assistenzberufen sinkt um 88 Prozent – doch die Krise bleibt

Eine neue Studie zeigt einen deutlichen Rückgang des Fachkräftemangels bei medizinischen Assistenzberufen in Deutschland. Im dritten Quartal 2025 sank die Zahl der unbesetzten Stellen im Vergleich zu Juni um 88 Prozent. Forscher des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) dokumentierten diesen Rückgang im Rahmen einer umfassenden Arbeitsmarktanalyse.

Die KOFA-Studie verzeichnet eine dramatische Verbesserung der Personalsituation: Bis zum dritten Quartal 2025 blieben nur noch 206 Stellen für medizinische Fachangestellte (MFA) unbesetzt – deutlich weniger als noch zu Beginn des Jahres. Trotz dieses Fortschritts sieht sich der Sektor weiterhin mit langfristigen Herausforderungen konfrontiert.

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Die Ausbildungszahlen für medizinische Fachangestellte erreichten 2025 mit 16.680 Frauen, die eine Lehre begannen, einen Rekord. Damit war der Beruf die beliebteste Wahl unter weiblichen Auszubildenden. Auch in der Pflege gab es Zuwachs: 64.300 neue Ausbildungsplätze wurden besetzt. Dennoch kämpfen beide Bereiche weiterhin mit Personalengpässen – bedingt durch den demografischen Wandel und den harten Wettbewerb unter den Arbeitgebern im Gesundheitswesen.

Die Studie bestätigt zwar eine spürbare Verringerung der unbesetzten MFA-Stellen. Doch durch den strukturellen Wandel und die hohe Nachfrage nach Gesundheitsfachkräften bleiben Engpässe in zentralen Bereichen bestehen. Die Daten deuten darauf hin, dass allein steigende Ausbildungszahlen das Problem nicht vollständig lösen werden.

Quelle