Finanzkrise droht: Wer zahlt für Notarzteinsätze ohne Krankenhaus-Transport?
Mirja VollbrechtFinanzkrise droht: Wer zahlt für Notarzteinsätze ohne Krankenhaus-Transport?
Lokale Behörden drängen auf eine langfristige Lösung zur Finanzierung von Notruf-Einsätzen ohne Krankenhauseinweisung
Diese sogenannten Notarzteinsätze ohne Transport spielen eine entscheidende Rolle in der Patientenversorgung, doch ihre Finanzierung bleibt ungeklärt. Ohne eine klare Einigung drohen den Städten finanzielle Lücken in Höhe von zig Millionen Euro.
Bei solchen Einsätzen rücken Rettungskräfte zu Patienten aus, ohne dass anschließend eine Einlieferung ins Krankenhaus erfolgt. Trotz ihrer Bedeutung für ein funktionierendes Notfallsystem konnten sich Krankenkassen und kommunale Dienstleister bisher nicht daraufigen, wer die Kosten tragen soll. Stadtdirektor Martin Murrack betonte, dass die Notfallversorgung niemals durch finanzielle Risiken gefährdet werden dürfe.
Eine dauerhafte Lösung erfordert Änderungen im Bundesrecht, um den Rettungsdienst fest im Sozialgesetzbuch zu verankern. Die zuständige Behörde unterstützt diesen Ansatz und fordert ein einheitliches, nachhaltiges Finanzierungsmodell. Eine direkte Kostenbeteiligung der Bürger für solche Einsätze wurde als ungerecht und unpraktikabel verworfen.
Die Wiederaufnahme der gesetzgeberischen Arbeit könnte ein faires, rechtssicheres System für Kommunen und Bürger schaffen. Bis dahin dokumentiert die Behörde weiterhin die finanzielle Belastung durch diese ungedeckten Einsätze.
Die Blockade zwischen Versicherern und Rettungsdienstleistern setzt die Städte erheblichen Verlusten aus. Eine bundesrechtliche Novelle bleibt der zuverlässigste Weg, um eine stabile Finanzierung zu sichern. Ohne Handeln könnte sich die finanzielle Last für die Kommunen – und damit die Zuverlässigkeit der Notfallversorgung – weiter verschärfen.






