30 March 2026, 12:34

Forscher entwickeln revolutionäre strukturelle Batterien für Autos – doch die Industrie zögert

3D-Modell eines Auto-Batteries mit beschrifteten Komponenten, das die innere Struktur und Funktionen zeigt.

Forscher entwickeln revolutionäre strukturelle Batterien für Autos – doch die Industrie zögert

Ein deutsches Forschungsprojekt hat Fortschritte bei der Entwicklung struktureller Batteriesysteme für Fahrzeuge erzielt. Die Initiative "PEAk-Bat", geleitet von der RWTH Aachen, verfolgte das Ziel, die Kosten zu senken und die Batterieproduktion zu beschleunigen. Beteiligt waren große Unternehmen wie Ford und Trumpf; gefördert wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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Im Mittelpunkt des Projekts stand die direkte Integration von Batterien in die Fahrzeugkarosserie. Die Forscher fertigten und testeten zehn Prototypen mit diesem Design. Erste Ergebnisse zeigten deutliche Verbesserungen: Die volumetrische Energiedichte stieg um über zehn Prozent, während die gravimetrische Energiedichte um mehr als 15 Prozent zunahm.

Das Team setzte künstliche Intelligenz ein, um Entwürfe frühzeitig zu validieren – das reduzierte Fehler und senkte die Prototypenkosten. Zudem entwickelten die Wissenschaftler Simulationsmodelle, um die strukturellen Batteriesysteme vor der physischen Produktion zu testen. Eine zentrale Innovation war das "Module-to-Chassis"-Konzept, das die Montage vereinfachte und die Effizienz steigert.

Trotz dieser Fortschritte hat bisher kein großer Automobilhersteller – weder Ford, BYD noch die Volkswagen Gruppe – strukturelle Batteriesysteme in die Serienproduktion übernommen. Bis 2025 lag der Branchenfokus weiterhin auf anderen Batterieverbesserungen, etwa der "Cell-to-Layer"-Technologie oder dem Ausbau der Produktionskapazitäten.

Das "PEAk-Bat"-Projekt erzielte zwar technische Fortschritte bei Energiedichte und Produktionseffizienz, doch führten die Ergebnisse bisher nicht zur kommerziellen Einführung struktureller Batterien in Fahrzeugen. Stattdessen setzen die Hersteller weiterhin auf andere Batterieinnovationen und den Hochlauf der Elektroauto-Produktion.

Quelle