Kölner Seilbahn soll Nahverkehr revolutionieren – zwei Routen geplant
Mirja VollbrechtKölner Seilbahn soll Nahverkehr revolutionieren – zwei Routen geplant
Kölner Seilbahn könnte bald Teil des ÖPNV-Netzes werden
Vier Absolventen der Technischen Hochschule Köln haben zwei mögliche Strecken für ein neues Seilbahnsystem entworfen – inklusive Musterhaltestellen –, um Lücken im Kölner Nahverkehr zu schließen. Das Projekt zielt darauf ab, Stadtteile auf beiden Seiten des Rheins besser zu vernetzen und gleichzeitig eine klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Verkehrsmitteln zu bieten.
Die geplante Seilbahn würde mit konstant 25 Kilometern pro Stunde fahren und damit das Tempo anderer ÖPNV-Angebote halten. Zwei Routen stehen zur Diskussion: eine vom Zoo über Deutz bis zum Ubierring und eine zweite vom Hauptbahnhof zum Messeparkhaus 22. Falls genehmigt, ließe sich das System schneller realisieren als eine U-Bahn-Linie – bei geschätzten Gesamtkosten von 125 Millionen Euro.
Die Projektverantwortlichen betonen die ökologischen Vorteile. Im Gegensatz zum ressourcenintensiven U-Bahn-Bau benötigt eine Seilbahn weniger Material und Energie. Zudem würde sie neue Stadtviertel erschließen und die Anbindung bestehender Quartiere verbessern.
Eine endgültige Entscheidung über das Vorhaben steht jedoch frühestens 2027 an. Bis dahin werden weitere Prüfungen und öffentliche Debatten die Weichen stellen.
Die Seilbahn könnte Köln eine schnellere und umweltfreundlichere Möglichkeit bieten, das Verkehrsnetz auszubauen. Mit Investitionskosten von 125 Millionen Euro wäre sie eine kostengünstigere Lösung als unterirdische Alternativen. Die Stadt wird die Vorschläge nun prüfen, bevor nach 2027 konkrete Zusagen folgen.






