10 April 2026, 14:37

NRW verzeichnet 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll im Jahr 2024 – doch der Trend bleibt unklar

Großer Müllhaufen auf einem Förderband in einer Recyclinganlage mit einer Maschine und einem Metalldach im Hintergrund.

Fast eine halbe Tonne Müll pro Person pro Jahr - NRW verzeichnet 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll im Jahr 2024 – doch der Trend bleibt unklar

Nordrhein-Westfalen produzierte 2024 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll

Im Jahr 2024 fielen in Nordrhein-Westfalen 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll an – ein Anstieg um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch liegt die Müllmenge weiterhin unter den Werten der Pandemiejahre 2020 und 2021.

Pro Kopf entstanden 2024 durchschnittlich 454,2 Kilogramm Abfall. Zwar ist dieser Wert höher als in den Jahren 2022 und 2023, bleibt aber unter dem Niveau von 2020 und 2021, als die Pro-Kopf-Menge mit 491,7 Kilogramm ihren Höchststand erreichte. Die Pandemie hatte den Müllaufkommen durch vermehrte Online-Bestellungen, Essenslieferungen und Gartenaktivitäten in die Höhe getrieben.

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Vor der Pandemie war die Abfallmenge noch rückläufig gewesen: 2019 lag der Durchschnitt bei 461,5 Kilogramm pro Person – ein Rückgang gegenüber 479,4 Kilogramm im Jahr 2014. Fast 40 Prozent des aktuellen Mülls in Nordrhein-Westfalen entfallen auf Restabfälle aus Haushalten.

Laut dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) gibt es in der Region keinen klaren langfristigen Trend zu steigenden Abfallmengen. Schwankungen stehen vielmehr im Zusammenhang mit besonderen Ereignissen wie der Pandemie und nicht mit einem kontinuierlichen Anstieg.

Die Zahlen für 2024 zeigen zwar einen leichten Anstieg, bleiben aber unter den Pandemie-Höchstwerten. Restabfälle bilden weiterhin den größten Anteil am Gesamtmüll. Die Behörden werden beobachten, ob sich dieses Muster in den kommenden Jahren fortsetzt oder verändert.

Quelle