Polizei entdeckt lebensgefährliche Kindersicherung bei Siegburger Routinekontrolle
Abdul FechnerPolizei entdeckt lebensgefährliche Kindersicherung bei Siegburger Routinekontrolle
Routine-Kontrolle in Siegburg: Schwerwiegende Verstöße gegen Kindersicherung im Auto
Bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle am Mittwochmorgen in Siegburg wurden gravierende Sicherheitsmängel im Zusammenhang mit zwei kleinen Kindern aufgedeckt. Beamte hielten gegen 7:40 Uhr auf der Deutzer-Hof-Straße einen 20-jährigen Fahrer an, nachdem sie bemerkt hatten, dass die drei- und sechsjährigen Kinder im Fahrzeug nicht vorschriftsmäßig gesichert waren.
Der Fahrer, bei dem sich später herausstellte, dass er keinen gültigen Führerschein besaß, hatte die Kinder ohne ordnungsgemäße Rückhaltesysteme transportiert: Bei einem Kind war der Brustgurt nicht geschlossen, das andere saß in einem ungeeigneten Sitz, der lediglich mit einem Beckengurt gesichert war. Beide Verstöße widersprachen den gesetzlichen Vorschriften, wonach Kinder unter 12 Jahren oder kleiner als 1,50 Meter in geeigneten Kindersitzen befördert werden müssen.
Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den Fahrer wegen Fahrens ohne Führerschein ein. Auch gegen die 50-jährige Halterin des Fahrzeugs wird ermittelt, da sie den unberechtigten Gebrauch des Autos angeblich ermöglicht oder angewiesen haben soll. Zudem wurde ein Bußgeld wegen der mangelhaften Kindersicherung verhängt. Die Behörden wiesen darauf hin, dass Sicherheitsgurte stets korrekt angelegt werden müssen – selbst auf kurzen Fahrten.
Die Kontrolle war Teil einer groß angelegten Aktion zur Verbesserung der Schulwegsicherheit in der Region. Der Vorfall hat nun rechtliche Konsequenzen sowohl für den Fahrer als auch für die Fahrzeughalterin. Die Polizei betonte erneut die Bedeutung von korrekten Kinderrückhaltesystemen und gültigen Führerscheinen. In den kommenden Wochen sind weitere Kontrollen auf Schulwegen geplant.






