06 May 2026, 10:33

Rettungskräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für lebenswichtige Kommunikation

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Rettungskräfte fordern krisensicheres Breitbandnetz für lebenswichtige Kommunikation

Rettungskräfte in Deutschland stehen vor einer wachsenden Herausforderung: die Kommunikation in Krisen aufrechterhalten. Ob bei Überschwemmungen, Bränden oder Stromausfällen – wenn Netzwerke zusammenbrechen, müssen Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter trotzdem ihre Einsätze koordinieren können. Auf dem jüngsten Blaulicht-Tag in Essen betonten Fachleute den dringenden Bedarf an einem krisensicheren Breitbandnetz, um tödliche Kommunikationspannen zu verhindern.

Das aktuelle Digitale BOS-Funknetz, das auf dem europäischen TETRA-Standard basiert, bewährt sich zwar bei Sprachverbindungen und Kurznachrichten. Doch nach Ansicht von Verantwortlichen genügt es nicht mehr den modernen Anforderungen – etwa dem Echtzeit-Austausch von Daten oder der Telemedizin. Ein kürzlich erlebter Blackout in Berlin zeigte zwar die Robustheit des Systems: Während die Mobilfunknetze ausfielen, blieb das Digitale BOS-Funknetz stabil.

Bei Vorführungen der Feuerwehr Essen wurden sowohl die Stärken als auch die Grenzen des bestehenden Systems deutlich. Künftige Erweiterungen könnten etwa Echtzeit-Lagekarten oder ferngesteuerte medizinische Unterstützung umfassen – doch dafür wird mehr Bandbreite benötigt. Experten plädieren für ein autonomes Netz im UHF-Frequenzbereich (470–694 MHz), das die nötige Stabilität bieten würde.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul unterstrich die Dramatik der Lage: Ohne zuverlässige Kommunikation scheitern Rettungseinsätze. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister brachte es auf den Punkt: „Keine Kommunikation, keine Einsatzfähigkeit.“ Das Innenministerium treibt nun den Ausbau des Digitalen BOS-Funknetzes im Land voran, um sicherzustellen, dass Einsatzkräfte auch dann verbunden bleiben, wenn andere Netze ausfallen.

Die Forderung nach einem krisenfesten Breitbandnetz wird immer dringlicher – die UHF-Frequenzen gelten als Schlüssel zur Lösung. Nordrhein-Westfalen koordiniert die Aufrüstung des Digitalen BOS-Funknetzes, um Kommunikationsausfälle bei Katastrophen zu verhindern. Ohne diese Anpassungen riskieren die Rettungskräfte, in entscheidenden Momenten die Kontrolle zu verlieren.

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