11 April 2026, 04:29

Thalia übernimmt traditionsreiche Stein'sche Buchhandlung nach Kartellamts-Freigabe

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Thalia übernimmt traditionsreiche Stein'sche Buchhandlung nach Kartellamts-Freigabe

Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia Bücher GmbH hat die Genehmigung erhalten, zentrale Teile der angeschlagenen Stein Media Group zu übernehmen. Das Bundeskartellamt gab den Deal am 18. November frei und ebnete damit den Weg für die Thalia-Tochter Lehmanns Media, Vermögenswerte der Stein'sche Mediengruppe GmbH in Werl zu erwerben.

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Die Übernahme folgt auf die Insolvenzanmeldung der Stein Media Group im September 2023, die Fragen zu den finanziellen Problemen und der Zukunft des Unternehmens aufwarf. Im Mittelpunkt des Geschäfts steht die traditionsreiche A. Stein'sche Buchhandlung in Werl, ein bekannter Name in der Region. Die Thalia-Tochter Lehmanns Media GmbH ist auf Nischenmärkte spezialisiert, insbesondere auf Fachinformationsdienste. Mit der Übernahme festigt Thalia seine Position in diesem Segment.

Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt bestätigte, dass der Deal keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwerfe. Er verwies darauf, dass die Thalia-Gruppe den deutschen Buchhandel bereits dominiert – mit rund 570 Filialen in der DACH-Region sowie einem Online-Shop. Die Transaktion beziehe sich jedoch auf einen kleinen Marktausschnitt, nämlich spezialisierte Informationsdienste, und nicht auf den allgemeinen Buchverkauf.

Die Insolvenzanmeldung der Stein Media Group im September 2023 hatte viele Beobachter verunsichert, wie es zu dem finanziellen Zusammenbruch kommen konnte. Mit der nun genehmigten Übernahme rückt die Frage in den Fokus, wie die neue Eigentümerin das Geschäft umgestalten wird und ob weitere Veränderungen bevorstehen.

Die Akquisition ermöglicht es Thalia, sein Angebot an Fachdienstleistungen über Lehmanns Media auszubauen. Die Freigabe durch das Bundeskartellamt bestätigt, dass keine größeren Wettbewerbsprobleme bestehen – doch der Deal unterstreicht auch Thalias wachsenden Einfluss im deutschen Buchhandel. Ungewiss bleibt indes die Zukunft der verbleibenden Geschäftsbereiche der Stein Media Group, während die Übergabe voranschreitet.

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