Europas zersplitterte Rüstungsindustrie: Warum 150 Milliarden Euro nicht reichen
Europas zersplitterte Rüstungsindustrie: Warum 150 Milliarden Euro nicht reichen
Europas Rüstungsindustrie leidet unter tiefer Zersplitterung – trotz 150 Milliarden Euro mehr Ausgaben als China pro Jahr
Experten warnen, dass die 14 verschiedenen Hauptkampfpanzer-Systeme und 16 U-Boot-Klassen des Kontinents die Effizienz im Vergleich zu den USA einschränken, die lediglich einen Panzer und vier U-Boot-Typen einsetzen. Immer lauter werden nun Forderungen nach einem einheitlichen europäischen Rüstungsmarkt, um die Fähigkeiten zu stärken und die Kosten zu senken.
In Deutschland treibt Nordrhein-Westfalen den Ausbau zum führenden Rüstungsstandort des Landes bis 2029 voran. Gleichzeitig fordern Militärs und Ökonomen höhere Investitionen in Technologie und Forschung, um auf die moderne Kriegsführung vorbereitet zu sein.
Europas Ineffizienz wird in Vergleichsstudien deutlich: Während die USA auf einen einzigen Hauptkampfpanzer – den M1 Abrams – setzen, unterhält Europa 14 verschiedene Systeme. Bei U-Booten ist das Verhältnis ähnlich: Die USA nutzen vier Klassen, Europa hingegen 16. Selbst bei Torpedos zeigt sich das gleiche Muster: Europa verfügt über 24 Typen, die USA kommen mit nur drei aus.
Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), plädiert für eine Konsolidierung des europäischen Rüstungsmarktes. Er schlägt einen einheitlichen Binnenmarkt für Rüstungsgüter vor, um Skaleneffekte zu nutzen. Zudem fordert Schularick, dass mindestens 10 % des europäischen Verteidigungsetats von 150 Milliarden Euro in Forschung und Technologie fließen sollten.
Produktionsengpässe verschärfen die Probleme: Zwar konnte die Produktion des Flugabwehrsystems Iris TLM verdoppelt werden, doch bisher wurden nur sechs feuereinsatzfähige Einheiten hergestellt. Militärs wie Generalleutnant Gert Nultsch und Vizeadmiral Thomas Daum betonen, dass sich die Industrie schneller an die datengetriebene Kriegsführung anpassen müsse.
Nordrhein-Westfalen geht voran: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Wirtschaftsministerin Katharina Reiche zu engerer Zusammenarbeit aufgefordert. Das Land will bis 2029 einen eigenen Rüstungskluster aufbauen, der sich auf innovative Technologieunternehmen konzentriert.
Standardisierung nach US-Vorbild denkbar: NATO-Partner setzen häufig auf amerikanische Systeme wie den M1A2 Abrams SEPv2 und SEPv3, die mit aktiven Schutzsystemen wie Trophy und Iron Fist ausgestattet sind. Trotz eines prognostizierten europäischen Verteidigungshaushalts von 550 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 – fast 60 % des US-Niveaus – bleibt die operative Schlagkraft deutlich geringer.
Europas Rüstungssektor bleibt zersplittert, mit einer übermäßigen Vielfalt an Panzern, U-Booten und Torpedos. Nordrhein-Westfalens Initiative für ein zentrales Industriezentrum und die Forderungen nach einem einheitlichen Markt sollen diese Lücken schließen. Ohne Reformen droht der Kontinent trotz hoher Ausgaben weiter zurückzufallen.
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